Unsere pädagogischen Grundsätze

Die Kindergruppe Rasselbande definiert sich als eine von Eltern selbstorganisierte, autonome Gruppe, die nicht nur fehlende Krippen- und Kindergartenplätze bietet, sondern sich vielmehr als eine an den Bedürfnissen der Eltern und Kinder orientierte, familienergänzende Selbsthilfe sieht.

Die Kindergruppe Rasselbande besteht aus dem Bedürfnis der Eltern heraus, sich und ihren Kindern eine Betreuungsmöglichkeit zu erhalten, die sich an den individuellen Lebenssituationen aller Gruppenmitglieder orientiert. Die Eltern wollen die Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder nicht an eine außenstehende Institution delegieren. Sie definieren Erziehung als eine Form der gemeinsamen Auseinandersetzung zwischen Eltern, Bezugspersonen und Kindern. Im Vordergrund steht die Beziehung zum Kind und zu den Erwachsenen, d. h. das Miteinanderleben in der Gruppe, sowie der Wunsch zwischen dem Kindergruppenalltag und Familienalltag wieder mehr Nähe herzustellen. Eltern und MitarbeiterInnen sehen die inhaltliche Arbeit der Kinder- und Elterngruppe als Entwicklungsprozess, der die persönliche Weiterentwicklung jedes Einzelnen der Gruppe betrifft, der aber auch als Prozess von Reflexion und Meinungsbildung über verschiedene Inhalte – Individuum und Gesellschaft betreffend – verstanden werden muss.

In unserer Gruppe mit Kindern unterschiedlichen Alters lernen die Kinder und stärken ihre Kompetenzen. Kleine und große Kinder können und wollen unserer Erfahrung nach miteinander spielen und streiten.

Durch eine möglichst breite Altersmischung bekommt die Kommunikation in ihrer Intensität und Offenheit eine ganz besondere Qualität.

Gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz haben einen großen Stellenwert und werden für die Kinder nachvollziehbarer und einsichtiger. Alle Altersstufen lernen mit- und voneinander. Die Großen übernehmen ganz selbstverständlich Verantwortung für die Kleineren. Sie helfen damit aber nicht nur den jüngeren Kindern, sondern es stärkt auch ihr Selbstbewusstsein.

Das Sozialverhalten wird durch Rücksichtnahme, Geduld gegenüber Schwächeren, aber auch durch die unterschiedliche Konfliktregulierung zwischen älteren und jüngeren Kindern positiv beeinflusst.

Es entsteht ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl. Die Kleinen wachsen ganz selbstverständlich in die Gruppe hinein.

Als ein weiteres Argument für die breitere Altersmischung der Gruppe ist aus unserer Sicht die größere Chance anzusehen, dass sich die Kinder nach ihrem eigenen Tempo entwickeln können. Der Leistungsvergleich in altersgemischten Gruppen fällt gegenüber altershomogenen Gruppen weniger ins Gewicht. Kinder mit einer langsameren Entwicklung werden nicht zu Außenseitern, da das Konkurrenzverhalten geringer ist. Darüber hinaus können die Kinder auf die selbst erlebten Entwicklungsstufen zurückblicken und sie noch einmal in der Rolle des Beobachters erleben.

 Pädagogische Ziele  

·       Wir möchten, das unsere Kinder sich zu selbstbewussten, autonomen und kritischen Persönlichkeiten entwickeln, die sich in unserer immer komplizierteren Umwelt selbständig und frei bewegen können.

·       Wir wollen, dass sich die Kinder selbst ausprobieren, ihre Grenzen erkennen, eine Platz in der Gruppe finden, Konflikte verbal austragen und anderen gegenüber Toleranz zeigen.

·       Unsere Kinder sollen Natur als ihre Lebensgrundlage begreifen lernen. Dazu gehört ein unbefangener und verantwortungsbewusster Umgang mit der Natur.

·       Wir wollen vermeiden, dass unsere Kinder ein zu starkes Konsumverhalten entwickeln, sondern ihre Kreativität entfalten, ihre Phantasie ausleben und auf ihre Fähigkeit vertrauen können.

·       Wir wollen unsere Kinder dabei unterstützen, ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen und ausdrücken zu lernen und gleichermaßen die Gefühle und Bedürfnisse anderer zu respektieren.